Granatapfel

     

Meine heimliche Liebe gilt dem Mittelmeer, den Blütenteppichen der Olivenhaine im Frühling, den Zitronen- und Orangengärten, dem Duft der Kiefernwälder in der Mittagssonne, auch dem warmen Geruch der Feigenbäume. Unter all den süd-lichen Pflanzen hat für mich der krummästige und stachelige Granatapfelstrauch eine besondere Bedeutung, dessen scharlachrote Blüten im Mai von Weitem "wie Signale" leuchten. Die Samenfülle macht den Granatapfel zum Symbol der Fruchtbarkeit.

Die von der lederigen Haut umschlossenen Kerne wertet man aber auch als Sinnbild der Fruchtbarkeit und der ewigen Jugend. Wegen der Haltbarkeit der Schale, die die köstlichen, rubinroten, durststillenden Kerne dauerhaft vor dem Austrocknen schützt, wurde der Granatapfel im alten Ägypten den Verstorbenen mit ins Totenreich gegeben.

Durststillend und anregend ist der Genuß der Kerne, bei dessen Anblick Tantalus Qualen erlitt.

 
     
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